In der Behandlung von Schlafapnoe kommen konservative-, speziell nicht chirurgische- und chirurgische Maßnahmen zur Anwendung.
CPAP-Therapie
Die kontinuierliche positive Überdruckbeatmung der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) stellt eine effektive Behandlungsmethode des Schlafapnoe-Syndroms dar.
Dabei werden die Patienten über eine individuell angepasst Nasenmaske mit Raumluft beatmet, wobei ein kontinuierlicher positiver Druck den Atemwegen zugeführt wird. Durch den Beatmungsdruck werden die Atemwege offen gehalten, so dass sich Schlaf und Atmung wieder normalisieren. Die Beatmung mit dem CPAP-Gerät ist eine physikalische Maßnahme und sie muss daher jede Nacht eingesetzt werden.
Die CPAP-Therapie wird vorwiegend zur Behandlung von schwerer obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt.
Medikamentöse Therapie
In der Regel profitieren Schlafapnoepatienten nur in geringem Maße von einer medikamentösen Behandlung. Ein gegen das Schnarchen oder die Schlafapnoe wirksames Medikament existiert nicht. Allerdings lassen sich bei leichten Schlafapnoe-Syndromen durch einige Medikamente Verbesserungen erzielen. Medikamente werden auch eingesetzt, um begleitende Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder verbleibende Schläfrigkeit zu behandeln. Bei allen medikamentösen Therapien ist auf Nebenwirkungen zu achten, die die Lebensqualität einschränken können. Hier ist ein genaues Abwägen der Vor- und Nachteile durch den Arzt erforderlich.
Chirurgische Maßnahmen
Anatomische Gegebenheiten, die die Atmung im Schlaf ungünstig beeinflussen, können auch operativ korrigiert werden. Dazu zählen beispielsweise vergrößerte Mandeln und Polypen, die vor allem bei Kindern häufig vorkommen.
Minimal invasive Eingriffe, wie die Radiofrequenzchirurgie, die in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt wird, finden vor allem im Bereich des weichen Gaumens, des Zungengrundes und der Nasenmuscheln ihr Anwendungsgebiet.
Nasenscheidewandverkrümmungen können ebenso operativ korrigiert werden wie Engstellen im Weichgaumenbereich im Sinne einer sogenannten Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP).
Konservative Maßnahmen
Körpergewicht:
Die Erlangung des Normalgewichts spielt bei der Schlafapnoe eine wichtige Rolle. Ein Patient mit einem Körpergewicht von 90 kg, dessen Idealgewicht bei 75 kg liegt, kann durch die entsprechende Gewichtsreduktion sowohl seine nächtliche Atmung als auch seine Schlafqualität erheblich verbessern.
Alkohol und schwere Mahlzeiten sollten nach 18 Uhr vermieden werden,
Medikamente:
Schlaftabletten sollten ebenfalls gemieden werden, da auch sie den Atemantrieb dämpfen können und Schlafapnoe eventuell begünstigen. Medikamente sollten stets mit äußerster Vorsicht eingenommen werden. So können sich z. B. verschreibungspflichtige Medikamente gegen Kopfschmerzen und Angstzustände auf Schlaf und Atmung negativ auswirken.
Es empfiehlt sich grundsätzlich, auf der Seite zu schlafen. Wenn Schlafapnoe nur in Rückenlage auftritt, können mechanische Hilfsmittel helfen, diese zu vermeiden.
Da Medikamente gegen Verstopfung der Nase sowohl Schnarchen als auch Apnoen reduzieren können, ist ihr Einsatz in manchen Fällen sinnvoll. Ausdrücklich gewarnt wird jedoch vor unkritischer Anwendung abschwellender Nasenpräparate, die unter Umständen zur Gewöhnung oder zum gegenteiligen Effekt führen können.
Der Silensor:
Die individuelle Anpassung einer sogenannten Aufbissschiene (der Silensor) durch ihren fachkundigen Zahnarzt oder Kieferchirugen wird in manchen Fällen eine massive Verbesserung der Situation mit sich bringen.
Dadurch kommt es zu einer Vorverlagerung von Unterkiefer und Zunge, womit die Atemwege deutlich erweitert werden, sodass es zu einer Reduktion einerseits des Schnarchens andererseits der Obstruktion der Atemwege kommen kann.
(siehe auch die Grafik im Menüpunkt "Ursachen")