Bei jedem lauten Schnarchen, das einen selbst weckt oder die Umgebung stört, sollte man zum Arzt gehen, um eine gesundheitsgefährdende Variante des Schnarchens, die Schlafapnoe, auszuschließen. Schnarchen kann gesundheitlich fatale Folgen nach ziehen. Wenn man bedenkt, dass man 7-10 Jahre seines Lebens im Schlaf verbringt, so ist es nur geradezu einleuchtend, dass dies die schlechteste untersuchte Phase unseres Lebens darstellt. Keiner weiß eigentlich so recht, was während seines Schlafes passiert.
Dabei kann das Schnarchen ein Leitsymptom einer gefährlichen schlafbezogenen Atemstörung sein. In Österreich leiden etwa 300.000 – 450.000 Personen unter einem so genannten pathologischen Schnarchen.
Häufig ist beim Schnarchen
(Fachausdruck „Ronchopathie“) eine Behandlung aus gesundheitlichen Gründen nicht erforderlich, da „normales“ Schnarchen an sich keine Gefahr für die Gesundheit darstellt.
Dagegen ist eine obstruktive Schlafapnoe unbedingt behandlungsbedürftig, da sie ein potentielles Risiko für gefährliche Folgeerkrankungen, wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere darstellt.
Aber auch normales Schnarchen kann für den Partner entnervend sein, den Schlaf rauben und eine Beziehung massiv belasten. Auch hier sind Behandlungsmethoden möglich.
Die häufigste Ursache für Schnarchen im Kindesalter sind vergrößerte Rachendach- und/oder Gaumenmandeln.
Diese Behinderung des Luftstromes, die eine kindliche schlafbezogene Atemstörung bis hin zur Apnoe verursachen kann, muss oftmals chirurgisch behoben werden.
Der behandelnde Arzt ist auf eine Reihe wichtiger Informationen angewiesen. Er wird die Krankengeschichte des Patienten aufnehmen. Bei Verdacht auf Schlafapnoe wird eine ambulante Schlafuntersuchung durchgeführt. Bei Ihnen zu Hause, in Ihrer gewohnten Umgebung, wird Ihr Schlaf mit Hilfe eines kleinen Computers, den Sie mitbekommen, aufgezeichnet. All dies dient zur Abklärung, ob konservative Maßnahmen, oder ein chirurgisches Vorgehen Abhilfe schaffen, oder aber eine stationäre Polysomnografie im Schlaflabor notwendig ist.